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«Der schwierige Mitmensch»
Andreas Haller, Oberarzt Psychotherapie, Psychiatrie St. Gallen Nord in Wil

«Der schwierige Mitmensch»

Wil, 06.03.2018, 09:59| ks

Extravertiert, gewissenhaft oder neurotisch – unsere Persönlichkeit bestimmt mit, wie wir uns verhalten. Führt eine bestimmte Charaktereigenschaft zu einem massiven Leidens-druck, spricht man von einer Persönlichkeitsstörung. Weshalb sie sich oft in Beziehungen zeigt, erklärt Andreas Haller, Oberarzt Psychotherapie im öffentlichen «Referat am Montag» am 12. März 2018 in St. Gallen und am 26. März 2018 in Wil.

Persönlichkeitsstörungen werden in der Psychiatrie häufig diagnostiziert und therapiert. Da in Fachkreisen der Begriff als entwertend kritisiert wird, sprechen Psychiater und Therapeuten im Patientengespräch lieber von einer Beziehungserkrankung, denn diese Erkrankung zeigt sich in aller Regel in Beziehungen.

Wer von der Norm abweicht
So wie es verschiedene Persönlichkeiten gibt, lassen sich auch verschiedene Beziehungserkrankungen unterscheiden. Bei der Diagnose wird automatisch eine Wertung vorgenommen. Bestimmte Eigenschaften eines Menschen werden als stark von der Norm abweichend und somit als psychische Erkrankung beurteilt. Andreas Haller gibt Einblick in verschiedene Diagnosen und klärt über die Entstehung und Auswirkungen von Persönlichkeitsstörungen bzw. Beziehungserkrankungen auf.

Beziehungserkrankung oder schwieriger Mensch?
Eine Beziehungserkrankung kann sich schädigend auf Freundschaften, die Partnerschaft, das Miteinander am Arbeitsplatz oder in der Schule etc. auswirken. Was bedeutet es mit einer Beziehungserkrankung zu leben? Wie wirkt sie sich auf das Umfeld aus? Welche Behandlungsformen gibt es? Auf diese und weitere Fragen gibt der Referent Antworten. Auch veranschaulicht er die Abgrenzung der Erkrankung zur schwierigen Persönlichkeit oder zum schwierigen Charakter. Im Anschluss an das Referat bleibt reichlich Zeit für Fragen und einen aktiven Austausch mit Andreas Haller.

Zweimalige Durchführung
Die Veranstaltung dauert von 19.30 – 21.00 Uhr. Sie ist öffentlich, die Teilnahme unentgeltlich. Am 12. März 2018 findet sie in St. Gallen statt (Bahnhofgebäude, Bahnhofplatz 2, 1. Stock, Zimmer 122) und zwei Wochen später, am 26. März in Wil, im Hörsaal Haus C03 der Psychiatrie St.Gallen Nord. Es ist keine Anmeldung nötig.

«Referat am Montag» – Fokus psychische Gesundheit
Achtmal pro Jahr bietet die Psychiatrie St.Gallen Nord aktuelle Informationen, Erklärungen und Wissenswertes zu psychiatrischen Themen aus erster Hand. Von Fachpersonen für die Öffentlichkeit – für Betroffene, Angehörige und Interessierte. Die «Referate am Montag» finden jeweils von 19.30 – 21.00 Uhr statt – in St. Gallen im Bahnhofgebäude (Bahnhofplatz 2, 1. Stock, Zimmer 122) und in Wil in der Psychiatrie St.Gallen Nord (Hörsaal im Mehrzweckgebäude Haus C03). Das nächste Referat «Einer geht noch!?» von Bernhard Winkler, Oberarzt Suchttherapie findet am 23. April 2018 in St. Gallen und am 30. April in Wil statt. Bitte entnehmen Sie weitere Informationen der Website unter www.psgn.ch.

Nähere Infos / Kursprogramm: Edith Scherer und Andrea Raschle, Angehörigenberatung, Psychiatrie St.Gallen Nord, Tel 071 913 12 98

(Quelle: Kantonale Psychiatrische Dienste – Sektor Nord, Wil, Medienmitteilung vom 21.03.2017)

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