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Flawil: Parkplatzkonzept wird optimiert
Die Erweiterte Blaue Zone (EBZ) wird auf die Sektoren 4 und 5 sowie 7 bis 9 ausgedehnt.

Flawil: Parkplatzkonzept wird optimiert

Flawil, 13.04.2018, 09:55 | ks

FLAWIL Seit dem 1. Oktober 2016 ist das Flawiler Parkierungsreglement samt Gebührentarif in Kraft. Nach bald eineinhalb Jahren war es aus der Sicht des Gemeinderats angezeigt, Optimierungen zu prüfen. Der Gemeinderat schlug der Bevölkerung vier Kernmassnahmen vor und führte dazu eine öffentliche Vernehmlassung durch. Nun sind die Rückmeldungen ausgewertet. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse hat der Gemeinderat verschiedene grössere und kleinere Massnahmen beschlossen. Der Rat ist davon überzeugt, dass diese in der Bevölkerung auf breite Akzeptanz stossen.

Der Gemeinderat hat das Parkierungsreglement mit Gebührentarif per 1. Oktober 2016 in Kraft gesetzt. Mittlerweile haben sich die Flawilerinnen und Flawiler an die Bewirtschaftung der Parkplätze gewöhnt. Die Überprüfung des vor bald eineinhalb Jahren umgesetzten Parkplatzkonzepts beziehungsweise die Prüfung von Anpassungen ist aus der Sicht des Gemeinderates nun angezeigt. Die Kernmassnahmen unterbreitete der Rat der Bevölkerung zur Stellungnahme. Der Gemeinderat freut sich über eine rege Teilnahme an der Vernehmlassung und bedankt sich für alle Rückmeldungen. Die Vernehmlassungsteilnehmenden werden eine schriftliche Antwort erhalten.

Ausdehnung der Erweiterten Blauen Zone (EBZ)
Heute erstreckt sich die EBZ auf die zentrumsnahen Sektoren 1 bis 3. Der Gemeinderat schlug vor, die EBZ auf die Sektoren 4 bis 9 und damit auf das ganze Gemeindegebiet (ohne Obere Gegend und Oberglatt) auszudehnen. Diesem Vorhaben ist aus einzelnen Quartieren Widerstand erwachsen. Deshalb wird die EBZ vorerst nur auf die Sektoren 4 und 5 sowie 7 bis 9 ausgedehnt. Die Einführung der EBZ in Sektor 6 (Gebiet südlich der Wilerstrasse, östlich der Unterstrasse und westlich der Weideggstrasse) wird bis zur Bereinigung der Einsprachen zur Tempo-30-Zone aufgeschoben. Ausserdem werden im Sektorenplan diverse Anpassungen vorgenommen. Der südliche Teil der Landbergstrasse, die Lärchenstrasse und der südliche Teil der Oberbotsbergstrasse werden vorerst aus dem Sektorenplan entlassen und somit nicht Teil der EBZ. Anderseits wird das Gebiet der Tell-, Bad- und Weidegghaldenstrasse neu dem Sektor 1 zugeschieden und damit Teil der EBZ. Der angepasste Sektorenplan ist auf www.flawil.ch unter der Rubrik «Aktuelles → Projekte → Parkieren in Flawil» aufgeschaltet.

Schaffung von Parkplätzen in der EBZ
Mit der Einführung der EBZ darf in diesen Sektoren nur noch auf den blau markierten Feldern parkiert werden. Damit wird das immer öfter beklagte «wilde Parkieren» verhindert. Es gelten die Bestimmungen für das Parkieren mit der Parkscheibe. Das länger dauernde Abstellen von Fahrzeugen ist kostenpflichtig. Anwohner und Gewerbebetriebe erhalten Vergünstigungen. Damit in den Quartieren genügend Parkflächen zur Verfügung stehen, werden in Absprache mit der Kantonspolizei in den EBZ-Sektoren 4 und 5 sowie 7 bis 9 möglichst viele blau markierte EBZ-Parkplätze geschaffen. Allerdings können Parkfelder nur dort markiert werden, wo sie der Strassengesetzgebung entsprechen.

Unterstützung für Gewerbebetriebe in der EBZ
Im Rahmen der Vernehmlassung haben die Gewerbebetriebe darauf hingewiesen, dass es ihnen nach Einführung der EBZ kaum mehr möglich ist, ihr Geschäftsfahrzeug zur Ausführung von Aufträgen in den Quartieren abzustellen. Auch darauf hat der Gemeinderat reagiert. Neu erhalten Gewerbebetriebe mit einer Jahresbewilligung für die EBZ zusätzlich und kostenlos eine Bewilligung für gesteigerten Gemeingebrauch, welche das Parkieren ausserhalb der markierten Parkfelder während den Geschäftszeiten mit Auflagen in der EBZ zulässt.

Zwei Stunden Höchstparkzeit auf der Bahnhofstrasse
Die Parkplätze auf der Bahnhofstrasse sollen vor allem den Kundinnen und Kunden der Flawiler Fachgeschäfte zur Verfügung stehen und nicht durch Dauerparkier besetzt sein, selbst wenn diese die entsprechenden Parkgebühren entrichten. Fast alle Teilnehmenden der Vernehmlassung unterstützen die Absicht des Gemeinderates, die Höchstparkzeit auf der Bahnhofstrasse auf zwei Stunden zu beschränken, weshalb diese Massnahme umgesetzt wird.

Nachtparkverbot wird ersetzt
Eine weitere durch den Gemeinderat vorgeschlagene Kernmassnahme wird ebenfalls allseits begrüsst. Nämlich die Aufhebung des Nachtparkverbots auf Strassen und Plätzen mit weiss markierten, bewirtschafteten Parkplätzen. Ziel des Nachtparkverbots war, die Parkierer ausserhalb der Bewirtschaftungszeit von den Plätzen fernzuhalten, damit diese für Veranstaltungen und Trainings von Vereinen zur Verfügung stehen. Damit dieses Ziel auch ohne Nachtparkverbot erreicht werden kann, hat der Gemeinderat eine generelle Gebührenpflicht auf weiss markierten, bewirtschafteten Parkplätzen ab 3 Uhr morgens beschlossen.

Viele weitere, kleinere Massnahmen
Die Umsetzung des Parkierungsreglements hat in den vergangenen eineinhalb Jahren weiteren Handlungsbedarf in verschiedenen Bereichen aufgezeigt. Dazu gehören die verständlichere Beschriftung der Parkplätze und der Parkuhren genauso wie deren Nachrüstung mit einem Leuchtmittel. Einzelne Parkplätze erhalten zusätzliche Parkuhren. Andere Flächen, auf welchen heute «wild» parkiert wird, werden entweder als EBZ-Parkplätze verfügt oder als Strassenfläche klassiert, sodass dort nicht mehr parkiert werden darf. Schliesslich werden die Signalisationen und Markierungen im ganzen Gemeindegebiet überprüft. Die Hinweistafeln sollen einfacher und verständlicher werden.

Weiteres Vorgehen
Der neue Gebührentarif zum Parkierungsreglement tritt am 1. Mai 2018 in Kraft. Danach werden die Parkuhren schrittweise umgestellt und die Hinweistafeln ersetzt. Zur Einführung der EBZ in den Sektoren 4 und 5 sowie 7 bis 9 wird die Kantonspolizei die notwendigen Verkehrsanordnungen noch vor den Sommerferien erlassen. Anschliessend werden nach und nach Markierungen und Signalisationen angebracht und damit das neue Konzept umgesetzt.

Der Gemeinderat ist davon überzeugt, dass die Massnahmen in der Bevölkerung auf Akzeptanz stossen.

(Quelle: Pressetexte Gemeinde Flawil, Nr. 15, 12.04.2018)

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