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Flawil: «Flawiler Modell» der Quartierschulen für Fremdsprachige kommt sehr gut an
In Flawil werden in den Quartierschulen für Fremdsprachige nun auch Anschlusskurse angeboten.

Flawil: «Flawiler Modell» der Quartierschulen für Fremdsprachige kommt sehr gut an

Flawil, 08.03.2018, 09:35 | ks

FLAWIL Die Gemeinde Flawil hat den Aufbau und die Organisation von Deutschkursen für Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen im Rahmen von Quartierschulen an den Verein b’treff übertragen. Das hat sich bis jetzt bewährt. Im Gegensatz zu den meisten Gemeinden werden in Flawil nun auch Anschlusskurse angeboten.

In vielen Gemeinden des Kantons St.Gallen sind im Sommer 2017 Quartierschulen für Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen gestartet. Hinter dem Projekt stehen die Vereinigung der St.Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VSGP) und der Trägerverein Integrationsprojekte St.Gallen (TISG). Auch in Flawil gibt es seit August 2017 Quartierschulen. Die Gemeinde Flawil hat den Aufbau und die Organisation von Deutschkursen für Fremdsprachige an den Verein b’treff übertragen.

Kurse sollen Schüler weiterbringen
Bereits seit 2016 hat in Flawil ein Angebot an Deutschkursen für Fremdsprachige mit zwei verschiedenen Klassen in einem sehr niederschwelligen und praxisnahen Rahmen bestanden. Dieses Angebot wird nun als Quartierschule weiter betrieben. Bei der Entscheidung über die geeignete Unterrichtsform und die damit zusammenhängenden Lehrmittel wurde eine Evaluation zwischen dem von der VSGP angebotenen Basiskurs, genannt LieLa-Kurs, und dem bereits in Flawil bestehenden Deutschangebot durchgeführt. Die LieLa-Kurse bauen auf sehr einfachen Alltagsthemen auf. Diese sind geeignet für die ersten Berührungen mit der deutschen Sprache, nicht aber für eine weitergehende und nachhaltige Deutschförderung. Da in Flawil die fremdsprachigen Schüler teilweise bereits über gute Basiskenntnisse verfügen, wurde in Absprache mit den Verantwortlichen des b’treff beschlossen, Kurse anzubieten, welche die Schüler weiterbringen sollen. Alle Beteiligten sind davon überzeugt, dass fremdsprachige Personen so rascher und nachhaltiger integriert werden können.

Über das Basisangebot hinaus
Damit geht Flawil bei den Quartierschulen über das Basisangebot hinaus und übertrifft die Anforderungen der VSGP bei Weitem. Denn es werden nicht nur vertiefte Sprachkenntnisse vermittelt, sondern auch persönliche Lehrmittel abgegeben. Entsprechend wurden auch die Subventionen gesprochen. Die Lehrpersonen werden mit 25 Franken pro Halbtag entschädigt, was den Vorgaben der VSGP entspricht.

Wichtigkeit von Anschlusskursen
In Anlehnung an die von der VSGP vorgesehenen Kurse umfasst die Grundausbildung in den Quartierschulen 72 Lektionen innerhalb von zwölf Wochen. Nach diesen 72 Lektionen ist das Angebot in den meisten Gemeinden beendet. Nicht so in Flawil. Denn der Gemeinderat ist sich bewusst, dass mit dieser Lektionenanzahl nur eine minimale Sprachkompetenz erworben werden kann. Deshalb werden nun auch Anschlusskurse angeboten. Der Rat hat dafür weitere Mittel freigegeben.

Flawil geht bei den Quartierschulen über das Basisangebot hinaus und übertrifft die Anforderungen der VSGP bei Weitem.

(Quelle: Pressetexte Gemeinde Flawil, Nr. 10, 08.03.2018)

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