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Flawil: Eschentriebsterben: kein Ende in Sicht

Flawil: Eschentriebsterben: kein Ende in Sicht

Flawil, 11.01.2018, 10:04 | ks

FLAWIL Das Eschentriebsterben hält unvermindert an – auch im Flawiler Rehwald. Es verursacht den Niedergang des Laubbaumes. Verursacht wird das Eschentriebsterben durch einen asiatischen Pilz. Nun hat das St.Galler Kantonsforstamt Empfehlungen für die Waldeigentürmer herausgegeben.

Das Eschentriebsterben ist eine ernstzunehmende, aus Ostasien eingeschleppte Pilzkrankheit. Es trat zum ersten Mal im Jahr 2008 in Basel auf und hat sich bis 2014 über die ganze Schweiz ausgebreitet – auch im Flawiler Rehwald. Der Pilz befällt die einheimische Esche in allen Altersstufen. Das Eschentriebsterben lässt Äste oder ganze Baumkronen absterben und führt in der Regel zum Ausfall der befallenen Bäume. Der Pilz begünstigt zudem die Besiedelung durch Sekundär-Schädlinge – zum Beispiel Hallimasch – und beschleunigt so das Absterben der betroffenen Eschen.

Sicherheitsproblematik nimmt zu
Gemäss heutigem Stand der Forschung gibt es keine realistische Gegenmassnahme. Der Pilz überwintert in der Laubstreu auf dem Boden und verbreitet sich im kommenden Jahr mit den Pilzsporen über die Luft. Ein kleiner Lichtblick ist, dass schätzungsweise fünf bis zehn Prozent der Eschen gegenüber der Krankheit resistent oder tolerant zu sein scheinen. Die Esche erfüllt wichtige Schutzfunktionen, insbesondere entlang von Gewässern. Die Sicherheitsproblematik aufgrund herunterfallender Äste nimmt zu. Sei es bei Holzerntearbeiten, entlang von Strassen und Spazierwegen oder im eigenen Garten.

Empfehlungen
Das St.Galler Kantonsforstamt hat nun folgende Empfehlungen für die Waldeigentümer herausgegeben:

  • wenig Pflegeaufwand in Eschenbestände investieren
  • keine Neupflanzungen von Eschen vornehmen
  • Förderung und Erhalt von gesunden beziehungsweise potenziell resistenten Eschen (im belaubten Zustand vom Revierförster anzeichnen lassen)
  • stark geschädigte Eschen (Laubverlust ˃ 70 Prozent) an exponierten Stellen entfernen
  • Vermeidung der Holzentwertung durch rechtzeitige Nutzung (nur bei schönen Stämmen lohnenswert)

Ausscheidung von Altholzinseln zur Förderung von Totholz prüfen, wo kein Sicherheitsrisiko besteht.

Abgestorbene Eschen im Flawiler Rehwald.

Abgestorbene Eschen im Flawiler Rehwald.

(Quelle: Pressetexte Gemeinde Flawil, Nr. 1-2, 11.01.2018)

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